© Alfred Schreiber | 2003-04-06

Arten von Entscheidungsproblemen


Die Entscheidung, die in einer bestimmten Situation zu treffen ist (d.h. die Wahl einer Alternative aus A), hängt maßgeblich davon ab, welche Informationen über die Menge B man hat.

Das gibt Anlass zu folgender Einteilung von Entscheidungsproblemen:

Entscheidungen bei Sicherheit

Zum Zeitpunkt der Entscheidung ist bekannt, welche der Bedingungen (aus B) eintritt, wenn die zu wählende Handlung (aus A) ausgeführt wird.

Entscheidungen bei Unsicherheit

Es ist absolut unbekannt, auf welche Bedingung (oder gegnerische Strategie) das eigene Handeln trifft. Der Begriff "absolut" soll hier kenntlich machen, dass nicht einmal eine Einschätzung von Wahrscheinlichkeiten vorliegt (bzw. möglich ist).

Anmerkung: Dass man nicht bereit oder in der Lage ist, irgendwelche vernünftigen (wenn auch unvollständigen und revidierbaren) Annahmen über die Bedingungen des eigenen Handelns zu machen, ist eher als theoretisch (idealisierend) anzusehen. In der Praxis sind die Grenzen zwischen Unsicherheit und Risiko häufig fließend.

Entscheidungen unter Risiko

Die Unsicherheit bzgl. der Bedingungen ist in diesem Fall nur relativ, d.h. man ist zwar unsicher hinsichtlich der in Zukunft tatsächlich eintretenden Umstände, verfügt aber zumindest über ihre Wahrscheinlichkeiten (genauer: über eine eindeutige Wahrscheinlichkeitsverteilung auf der Menge B).